Baby sitzt im Hochstuhl und hat den Mund breiverschmiert.
Yan, Pexels
Der Geschmackssinn von Babys ist viel intensiver.

Auf den Löffel, fertig, los!

  1. Der Start
    1. Bissen für Bissen zum Erfolg
    2. Probieren geht über studieren
  2. Welche Lebensmittel kann ich meinem Kind anbieten?
    1. Für den Einstieg
  3. Zusammengefasst

Für dein Baby eröffnet sich mit dem Einstieg in die Beikost eine vollkommen neue Welt der Geschmäcker. Zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat zeigen Babys meist verstärktes Interesse an der Nahrung ihrer Eltern. Wenn dein Baby alle Reifezeichen erfüllt, steht dem Start in ein neues Abenteuer nichts im Weg. Lass dich nicht entmutigen, wenn anfänglich nicht alles direkt klappt. Vielleicht mag dein Kind etwas nicht und zeigt es dir lautstark oder es ist trotz aller erfüllten Reifezeichen trotzdem noch nicht bereit für die Beikost und verweigert das angebotene Essen. Geduld und individuelles Anpassen der Gegebenheiten sind der Schlüssel zu einem erfolgreichen Beikoststart.

Der Start

Nicht nur für dein Baby ist der Beikoststart eine Umstellung, sondern auch für dich. Wurde monatelang ausschließlich gestillt oder Fläschchen zubereitet, setzt du dich nun mit anderen Dingen auseinander.

Baby liegt auf dem Rücken auf einem hellen Fransenteppich.
Daria Shevtsova, Pexels
Der Beikoststart, ein weiterer Schritt in die Selbstständigkeit.

Die Fragezeichen sind anfänglich groß. Brei oder BLW (Baby led weaning)? Welche Lebensmittel gebe ich meinem Kind? Selbstgekochter Brei oder Gläschen?
Natürlich kannst du dir Ratschläge von anderen Eltern holen, jedoch ist es bei der Beikost wie mit allem anderen auch. Jedes Kind ist anders und hat sein eigenes Tempo. Du solltest für dich und dein Kind die beste und praktikabelste Lösung finden.

Bissen für Bissen zum Erfolg

Zu Allererst solltest du eine Mahlzeit ersetzen und zu den anderen Mahlzeiten wie gewohnt weiterstillen oder ein Fläschchen geben. Die meisten Eltern ersetze die Mittagsmahlzeit. Es ist jedoch dir überlassen, mit welcher Tageszeit ihr startet. Dein Baby wird anfänglich sowieso nur sehr geringe Mengen zu sich nehmen. Deshalb ist es ratsam, nach der Beikostmahlzeit zusätzlich die Brust oder ein Fläschchen anzubieten.

Baby sitzt auf einem hellen Holzboden und hält ein gelbes Tuch in der Hand.
Pixabay
Babys sind kleine Entdecker, auch bei der Beikost.

Probieren geht über studieren

Für dein Baby ist es neu und aufregend feste Nahrung zu essen. Es lernt viele neue Geschmäcker kennen und entwickelt im Baby- und Kleinkindalter bereits Geschmacksvorlieben. Deshalb ist es umso wichtiger, deinem Kind viele verschiedene Lebensmittel zum Probieren anzubieten. Wenn dein Kind eine Gemüsesorte nicht mag, heißt dies nicht, dass es so bleiben wird. Die Geschmäcker ändern sich von Zeit zu Zeit leicht. Gib deinem Kind Zeit, sich an die Beikost zu gewöhnen. Es möchte bestimmt die Konsistenz testen, probieren und schmecken.

Welche Lebensmittel kann ich meinem Kind anbieten?

Die klassische Variante ist, mittags mit Gemüsebrei zu starten. Wenn du selbst für dein Kind kochst, ist es wichtig, hochwertiges Gemüse, wenn möglich in Bio-Qualitat, zu verarbeiten. Der Geschmackssinn von Babys ist viel intensiver und mit unserem nicht zu vergleichen. Es ist wichtig, auf Gewürze zu verzichten und wenn, nur leicht zu salzen.

Ein Bund Möhren liegt auf einem Holztisch.
Suzy Hazelwood, Pexels
Möhren eignen sich aufgrund ihrer natürlichen Süße ideal.

Für den Einstieg

Für den Einstieg in die Beikost eignen sich Möhre, Pastinake oder auch Kürbis sehr gut, da sie bereits eine gewisse Süße haben, was die meisten Babys mögen. Fange mit einer Gemüsesorte an und biete diese einige Tage an. Am Besten führst du eine Art Tagebuch, in dem du die ersten Erfahrungen mit den unterschiedlichen Lebensmitteln dokumentierst. So verlierst du nicht den Überblick. Du kannst notieren, ob es deinem Baby geschmeckt hat und wie gut die Nahrung vertragen wurde. Gerade in der Umstellungszeit hin zur Beikost können bei deinem Kind vermehrt Bauchschmerzen auftreten. Der Verdauungstrakt muss sich auf die neue Nahrung einstellen und umstellen. Dies kann einige Tage bis Wochen dauern.

Es ist vollkommen normal, wenn der Brei am Anfang überall landet, nur nicht im Mund deines Kindes. Die Hauptsache ist, geduldig und entspannt zu sein. Deine Stimmung überträgt sich auf dein Kind. Es sollte den Spaß und die Neugier am Essen nicht verlieren.

Mutter füttert Tochter mit Babybrei.
Andrea Piacquadio, Pexels
Die Beikost sollte ohne Druck eingeführt werden.

Bei den ersten Essensversuchen sollte dein Kind nicht satt, aber auch nicht hungrig sein. Wenn es satt ist, hat es kein großes Interesse an dem angebotenen Essen. Wenn es allerdings zu hungrig ist, hat es keine Geduld und ist schlecht gelaunt. Passe hier einen guten Zeitpunkt ab, um zu starten. Wenn du merken solltest, dass der Zeitpunkt nicht passt, breche es lieber ab und versuche es zu einer anderen Uhrzeit nochmal.

Zusammengefasst

Starte entspannt mit der Beikost. Versuche dir Zeit einzuplanen, damit du mit deinem Kind in Ruhe essen kannst. Eine gestresste Mama oder ein gestresster Papa wäre hier fehl am Platz. Wenn dein Kind anfänglich nicht viel isst, lass dich nicht verunsichern. Solange es genug Milch über die Brust oder das Fläschchen bekommst, hat es keine Mangelernährung. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo mit der Beikost anzufangen. Im nächsten Artikel erläutern wir die Vor-und Nachteile von Babybrei und BLW, der breifreien Beikost.

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