In eine rosa Decke eingepucktes Baby liegt auf einem rosa Fell
Bill Kasman, Pixabay
Mit dem Pucken erfahren Neugeborene Geborgenheit

Pucken – Sicherheit & Geborgenheit für dein Baby

  1. Was ist Pucken?
    1. Fühlen sich Babys durch das Pucken eingeengt?
    2. Der Moro-Reflex und das Pucken
  2. Die Vor- bzw. Nachteile des Puckens
    1. Vorteile im Überblick
    2. Nachteile im Überblick
  3. Wann sollte nicht gepuckt werden?
  4. Pucktuch oder Pucksack?
    1. Angebote Pucktücher
    2. Angebote Pucksäcke
  5. Wie pucke ich richtig?
    1. Videoanleitungen auf YouTube
      1. Video "Das Baby richtig pucken mit Puckdecke" von JoyfulMama – Evi Bodman
      2. Video "Baby pucken" von Hebamme Jenny
  6. Ist Pucken das Richtige für mein Baby?

Neugeborene sind gerade in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt ihrer Umwelt schutzlos ausgeliefert und benötigen ganz viel Wärme, Liebe und Geborgenheit von ihren engsten Bezugspersonen, ihren Eltern. Sie waren neun Monate im geschützten Bauch ihrer Mutter und finden sich nun in einer Welt wieder, die so ganz anders ist. Dein Kind kann durch das Pucken die Begrenzung erfahren, die es benötigt.

Was ist Pucken?

Beim Pucken wird dein Baby eng in ein Tuch oder einen speziellen Pucksack gewickelt. Durch die körperliche Begrenzung fühlt sich das Baby wie im Mutterleib. Diese Begrenzung gibt Sicherheit und beruhigt.

In eine weiße Decke gepucktes Neugheborenes schläft auf einer beigen Decke
Tim Kraaijvanger, Pixabay
Neugeborene sind die Enge aus dem Mutterleib gewöhnt

Fühlen sich Babys durch das Pucken eingeengt?

Die meisten Babys fühlen sich durch das Pucken nicht eingeengt. Eher verängstigt Neugeborene die neu gewonnene räumliche Weite außerhalb des Mutterleibes. Was wir Erwachsenen als unangenehm und einschränkend empfinden würden, ist dein Baby aus dem Mutterleib gewöhnt. Babys haben ein starkes Bedürfnis nach Körperkontakt, Enge und Geborgenheit. Durch das Pucken spürt dein Baby den eigenen Körper und beruhigt sich meistens schnell. In vielen Ländern hat das Pucken eine lange Tradition, die bis ins Mittelalter zurück reicht. Schon damals haben Eltern ihre Babys eng in Stoff gewickelt, um sie zu beruhigen.

Der Moro-Reflex und das Pucken

Der Moro-Reflex ist ein normaler angeborener Reflex, der bei Neugeborenen bis zum dritten oder vierten Lebensmonat anhält. Bei diesem Umklammerungsreflex schrecken Babys hoch und reißen ihre Arme nach oben. Er wird vor allem ausgelöst, wenn dein Kind sich erschrickt oder wenn es in Rückenlage gelegt wird. Durch den Moro-Reflex kann dein Baby nur schwer zur Ruhe kommen und einschlafen. Das Pucken kann somit eine große Unterstützung für dein Kind sein und hilft dabei, das Hochschrecken zu verhindern.

Arm von einem kleinen Baby liegt an seinem Kopf
Dominika Roseclay, Pexels
Der Moro-Reflex lässt dein Baby hochschrecken

Die Vor- bzw. Nachteile des Puckens

Das Pucken hat für dein Baby mit der richtigen Wickeltechnik viele Vorteile. Neugeborene erfahren dadurch viel Schutz und Geborgenheit. Nachfolgend zeigen wir dir die Vor- und Nachteile auf einen Blick.

Vorteile im Überblick

Nachteile im Überblick

Wann sollte nicht gepuckt werden?

Auch wenn das Pucken viele Vorteile mit sich bringt, gibt es bestimmte Situationen, in denen du dein Baby nicht pucken solltest. Bei Fieber oder heißen Temperaturen solltest du dein Kind nicht pucken. Wenn dein Kind zu warm angezogen ist, besteht die Gefahr eines Hitzestaus. Wenn dein Baby zum Beispiel anfängt sich zu drehen, ist es ebenfalls ratsam, nicht zu pucken. Denn, dadurch, dass die Arme fest am Körper anliegen, besteht die Gefahr, dass dein Baby sich in Bauchlage dreht und sich nicht hoch drücken kann.

Pucktuch oder Pucksack?

Ob du ein Pucktuch oder einen Pucksack verwendest, ist reine Geschmackssache. Beide Alternativen erfüllen den Sinn und Zweck dieser Wickeltechnik. Wichtig ist, weder zu fest noch zu locker zu pucken. Wenn du dein Kind zu fest puckst, kann es sich unwohl fühlen. Zudem können Nerven abgeklemmt und auf längere Sicht sogar Fehlstellungen auftreten. Wenn dein Kind zu locker gepuckt ist, besteht die Gefahr, dass dein Baby den Stoff über das Gesicht bekommt.

Neugeborenes liegt in Handtücher gepuckt und schläft
Candelario Gomez Lopez, Pixabay
Ob du ein Pucktuch oder einen Pucksack verwendest ist Geschmackssache

Angebote Pucktücher

Angebote Pucksäcke

In eine bunte Decke gepucktes Baby schläft
Zinz25, Pixabay
Neugeborene schlafen gepuckt meistens schneller ein

Wie pucke ich richtig?

Anfänglich kann dir das Pucken schwerfallen, doch mit etwas Übung geht es immer leichter von der Hand. Am besten lässt du dir von deiner Hebamme die richtige Wickeltechnik an deinem Baby zeigen. So hast du die Möglichkeit aufkommende Fragen zu klären und unter fachmännischer Aufsicht das Pucken mit deinem Baby zu üben.

Videoanleitungen auf YouTube

Eine weitere Hilfe zum richtigen Pucken können Videoanleitungen auf YouTube sein, in denen die Wickeltechnik direkt am Baby demonstriert wird.

Video "Das Baby richtig pucken mit Puckdecke" von JoyfulMama – Evi Bodman

Video "Baby pucken" von Hebamme Jenny

Ist Pucken das Richtige für mein Baby?

Das Pucken kann sehr gut als Hilfsmittel zur Beruhigung deines Babys eingesetzt werden. Gerade Neugeborene fühlen sich eng gepuckt wohl und finden so besser und schneller in den Schlaf. Die entstehende Wärme im Pucktuch oder Pucksack kann ebenfalls bei Bauchschmerzen und Blähungen deines Babys hilfreich sein. Der weiteren bewirkt diese Wickeltechnik bei Schreikindern wahre Wunder. Wichtig ist nur, dass dein Baby nicht gegen seinen Willen eingepuckt wird. Anfänglich kann es zwar etwas protestieren, jedoch solltest du schnell merken, dass es sich mehr und mehr beruhigt. Vor allem in den ersten Lebenswochen ist das Pucken eine sehr gute Möglichkeit deinem Baby die benötigte Geborgenheit und Sicherheit zu geben.

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